RESQUE continued – Zugang zum Arbeitsmarkt

Logo_ResqueContinued-1024x585Das Fundament einer erfolgreichen Integration Asylsuchender und Geflüchteter liegt in der begleitenden Kooperation zu bestehenden arbeits- und ausbildungsmarktrelevanten Regelangeboten, womit dem Projekt ein strukturfördernder unterstützender Arbeitsansatz immanent ist. Darauf aufbauend bildet ein Projektschwerpunkt die umfassende Information durch bedarfsgerechte projektspezifische Schulungen in den Agenturen für Arbeit und Jobcentern des Fördergebiets, der Sächsischen Bildungsagentur, den hiesigen Kammern und öffentlichen Einrichtungen. Unterstützend erfolgt nach Bedarf die fallbezogene Begleitung.

Ein weiterer Projektschwerpunkt besteht in der Einzelfallarbeit. Konkret umfasst dies Erstgespräche, Teilnehmer*innenmanagement (Datenbank), Kompetenz- und Ressourcenermittlung, Berufswegplanung, Berufsorientierung, Bewerbungstraining, Betreuung und Begleitung in Qualifizierungen, Ausbildungs- und Arbeitsverhältnisse (Lawaetz-Stiftung 2014).

Dem Bedarf entsprechend greift die etablierte Kooperation mit relevanten Sonderprogrammen wie ESF-BMAS-Programm Integration durch Qualifizierung (IQ) und ESF-BAMF berufsbezogene Sprachförderung.

Zur aufsuchenden niedrigschwelligen Arbeit vor allem im ländlichen Raum wird in den kreisfreien Städten Dresden und Chemnitz zusätzlich auf die Vermittlung durch bestehende Kooperationen gebaut. Angestrebt werden der Ausbau der Vernetzungsarbeit und ein flächendeckendes Arbeiten im ländlichen Raum.

Zur erfolgreichen Gestaltung des Übergangs Schule-Beruf werden in den VBK-DaZ-Klassen Informationsveranstaltungen zur Berufsorientierung und Bewerbungstraining nach dem erprobten Instrument des RESQUE PLUS-Angebotskatalogs sowie Schulkurse zur Vorbereitung auf die Hauptschulabschluss-Externenprüfung für junge Geflüchtete ohne (nachweisbaren) Schulabschluss durchgeführt. Im Sinne des Projekterfolgs flankiert die Einzelfallarbeit Aktivitäten zur öffentlichen Sensibilisierung, interkulturellen Öffnung, Öffentlichkeits- und Netzwerkarbeit.

Zielgruppen

Im Schwerpunkt der Beratung und Begleitung besteht die Zielgruppe von RESQUE CONTINUED aus Asylbewerber*innen, Geduldeten mit mindestens nachrangigem Zugang zum Arbeitsmarkt sowie anerkannte Flüchtlinge.

Besonderer Fokus liegt auf geflüchteten Jugendlichen und jungen Erwachsenen sowie unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, mit der angestrebten individuellen Zielsetzung dem Nachholen eines Schulabschlusses bzw. der Aufnahme einer schulischen oder betrieblichen Ausbildung.

Im Kontext der Sensibilisierung, Öffentlichkeitsarbeit, und Vernetzung werden Multiplikatoren*innen der öffentlichen Verwaltung, Mitarbeiter*innen relevanter Akteur*innen des Arbeitsmarktes und der Arbeitsintegration sowie von Non-Govermental Organizations durch Schulungen und Netzwerkarbeit angesprochen.

Lehrkräfte und anderes pädagogisches Personal der Allgemeinbildenden Schulen und Berufsschulzentren mit Vorbereitungsklassen (DaZ-Klassen mit berufsvorbereitenden Aspekten) Sachsens finden im Projekt eine besondere Berücksichtigung.

Ziele

Ausgehend von der derzeitigen Situation, dass Sachsen sich zum Einwanderungsland für Asylsuchende entwickelt, liegt der Projektschwerpunkt in der Verbesserung der Zugangschancen der Zielgruppen zum Arbeitsmarkt durch eine nach individuellen Bedarfen ausgerichtete arbeitsmarktbezogene Beratung und Vermittlung in Qualifizierung, sowie beim Zugang zu Regelsystemen und relevanten Sonderprogrammen, Einsetzten von erprobten Instrumenten und Entwicklung neuer ergänzender Angebote. In Zusammenarbeit mit den Kooperationspartner*innen umfasst dies konkret die Akquirierung der Zielgruppen, die Unterstützung bei der Ausbildungssuche und Vermittlung der Teilnehmenden in verschiedene Angebote zur Förderung ihrer Beschäftigungs- und Bildungsfähigkeit, (Wieder)Aufnahme einer Schulausbildung mit dem Ziel eines Abschlusses, die Erschließen von Zugängen, Sensibilisierung von Ansprechpartnern*innen relevanter Arbeitsmarktakteur*innen, öffentliche Verwaltung sowie die Verfestigung der Zugangsstrukturen vor Ort.

Beratungszeiten Dresden

Dammweg 3, 01097 Dresden

Montag: 12:00-15:00 Uhr
Donnerstag: 12:00-15:00 Uhr

Beratungszeiten Chemnitz

Henriettenstraße 5, 09112 Chemnitz

Termine nach Vereinbarung. (xhana@sfrev.de)

Teilprojektpartner*innen

Tatsächliche Teilprojektpartner von RESQUE continued sind der Sächsische Flüchtlingsrat, die Produktionsschule Moritzburg, die DAA – Deutsche Angestellten-Akademie GmbH und der Landkreis Sächsische Schweiz- Osterzgebirge.

Die Website des Projekts ist unter www.projekt-resque.de auffindbar.

Strategische Projektpartner sind auf lokaler Ebene weiterhin:

  • Lokale, ehrenamtliche Netzwerke im Umfeld von Gemeinschaftsunterkünften
  • Gesprächsrunden, Informationsveranstaltung zur Sensibilisierung der Akteur*innen vor Ort
  • Die jeweiligen Arbeitsagenturen und Jobcenter für Schulungen
  • Wirtschaftsverbände, Kammern etc. zum gegenseitigen Informationsaustausch und zum Schulen zu arbeitsmarktrelevanten Themen

Auf Landesebene:

  • Regionale Arbeitsgruppen und Netzwerke der Migrationsberatungsstellen, Flüchtlingshilfen, Sozialarbeiter*innen der Unterkünfte für Asylsuchende, ESF-BMAS-IQ-Akteure Sachsens, Sprachbildungsträger*innen, Bildungsdienstleister*innen, Jugendberufsberatungsstellen.
  • Das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, das sächsische Staatsministerium für Gleichstellung und Integration, Sächsisches Staatsministerium für Kultus
  • Sächsische Bildungsagenturen und den Betreuungslehrer*innen der Vorbereitungsklassen (DaZ-Klassen)
  • Sächsischer Ausländerbeauftragte und die Ausländerbeauftragten der Städte und Landkreise
  • Das Verbändegespräch mit verschiedenen Akteuren aus dem staatlichen und nicht-staatlichen Bereich „Integration und Migration“ (aus dem NIMS hervorgehend)

Auf Bundesebene:

  • PRO ASYL
  • Bundesweite Wirtschaftsförderungsstrukturen
  • Bundesweite Netzwerktreffen aller vom BMAS geförderten Projekte, die im Bereich IvAF zugeordnet sind
  • Bundesagentur für Arbeit – Treffen der Modellagentur-Standorte

Projektförderung

Das Projekt wird durch Bundesmittel des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS), durch Mittel des Europäischen Sozialfonds (ESF-Mittel), durch Kommunalmittel, private Drittmittel und private Eigenmittel finanziert.

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