BEGIN:VCALENDAR VERSION:2.0 PRODID:-//wp-events-plugin.com//7.3.6//EN TZID:Europe/Berlin X-WR-TIMEZONE:Europe/Berlin BEGIN:VEVENT UID:55@saechsischer-fluechtlingsrat.de DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20190831T110000 DTEND;TZID=Europe/Berlin:20190831T180000 DTSTAMP:20230502T163005Z URL:https://www.saechsischer-fluechtlingsrat.de/events/grossdemonstration- gegen-abschiebehaft/ SUMMARY:Grossdemonstration gegen Abschiebehaft DESCRIPTION:KUNDGEBUNG VOR DEM KNAST:\n11:00 Uhr Abschiebehaft Büren\, Bü ren-Stöckerbusch\n\nGROSSDEMO:\n15:00 Uhr Paderborn HBF\n\n______________ ________________________________________\n\nFind translations here: http:/ /100-jahre-abschiebehaft.de/de/buerendemo\n\nAUFRUF:\n\n2019 wird es mehre re traurige Jubiläen geben:\n\nSeit 100 Jahren …\nwerden Ausländer*inn en inhaftiert – nicht wegen einer Straftat sondern nur\, um den Behörde n ihre Abschiebung zu erleichtern\n\nSeit 25 Jahren …\nist in Büren der größte Abschiebeknast Deutschlands\, in dem außerdem über die Hälfte der Gefangenen unrechtmäßig inhaftiert ist\n\nVor 20 Jahren …\nstarb Rashid Sbaai unter nicht endgültig geklärten aber in jedem Fall skandal ösen Umständen in Büren!\n\nDas ist Unrecht – das ist Rassismus!\nDie se Menschenverachtung darf nicht länger fortbestehen!\n\n100 Jahre unschu ldig in Haft!\n\nVon der Weimarer Republik bis in die Gegenwart:\nDie zerm ürbende Praxis der Abschiebehaft stellt eine grausame Tradition in Deutsc hland dar. Bereits vor 100 Jahren wurden v.a. Jüd*innen\, die hier vor Po gromen in Osteuropa Schutz suchten\, willkürlich eingesperrt – mit dem Ziel\, sie aus dem Land zu vertreiben.\nMit der von Heinrich Himmler verfa ssten Ausländerpolizeiverordnung wurde die Abschiebehaft 1938 massiv ausg eweitet.\nDieses Nazi-Gesetz wurde 1951 von der BRD wörtlich übernommen und erst 1965 überarbeitet. Die Gesetzgebung wurde als Reaktion auf die r assistischen Pogrome Anfang der 1990er Jahren weiter verschärft und erneu t massiv zur Anwendung gebracht. Gemeinsam mit der Aushebelung des Grundre chts auf Asyl durch den „Asylkompromiss“ wurde 1993 die Einrichtung de r Abschiebehaft in Büren beschlossen.\n\nDie grundrechtsverletzende Praxi s heute:\nAllein der Verdacht\, sich möglicherweise einer Abschiebung zu entziehen\, reicht aus\, um einen Menschen für bis zu 1½ Jahre einzusper ren. Haft – der massivste Eingriff in die Freiheit des Einzelnen – wir d damit von einer Maßnahme gegen verurteilte Straftäter*innen zu einem s implen Verwaltungsakt gegen Unschuldige. Folglich ist Abschiebehaft heute ein gängiges Instrument der Ausländerbehörden und wird routinemäßig a ngewandt\, um den Behörden eine gemütliche Abschiebung zu ermöglichen. Das ungeheure Elend der Betroffenen wird dabei mitleidlos in Kauf genommen .\nAnwält*innen\, die sich regelmäßig mit Abschiebehaft beschäftigen\, stellten fest\, dass über die Hälfte der Menschen in Abschiebehaft unre chtmäßig inhaftiert waren.\nBetroffenen wird häufig der Zugang zu einem Rechtsbeistand erschwert oder gar verwehrt. Unabhängige Beschwerdestelle n oder übergeordnete Kontrollinstanzen existieren nicht. Auch die medizin ische Versorgung und psychologische Betreuung wird auf das Nötigste besch ränkt. Isolierhaft und Fesselungen sind an der Tagesordnung.\nIn Büren f ührte diese Praxis unlängst im Sommer 2018 erneut zum Suizid eines Gefan genen [2]\n\nKein Ende in Sicht:\nStatt sich von einer Praxis mit so einer Geschichte zu verabschieden\, soll sie sogar noch ausgeweitet werden:\n25 Jahre nach Eröffnung der Haftanstalt in Büren möchte NRW die Haftbedin gungen weiter verschärfen. Bereits jetzt werden die Aufschlusszeiten mass iv eingeschränkt und Hilfsorganisationen der Zugang zu den Gefangenen ers chwert. Es gibt Kollektivstrafen und Zwangsmaßnahmen\, um den Sicherheits kräften ihre Arbeit auf Kosten der Menschenrechte zu erleichtern.\nAuch a ndere Bundesländer planen Verschärfungen der Haftbedingungen.\nDeutschla ndweit werden neue Abschiebehaftanstalten geplant. Allein in Passau soll e in neues “Super”-Gefängnis mit über 200 Haftplätzen entstehen.\n\nD ie praktischen Konsequenzen der Abschiebehaft:\nRechtswidrige Inhaftierung en\, Menschenrechtsverletzungen ohne Aufarbeitung\, Brüche von gesetzlich festgelegten Regelungen\, Repressionsmaßnahmen ohne Kontrollinstanzen\, Isolierhaft und Fesselungen\, Trennung von Familien und Zerstörung von Ex istenzen.\nEs wird daher höchste Zeit\, sich von dieser tief ins Dritte R eich verankerten Gesetzgebung und rassistischen Praxis endgültig zu verab schieden.\n\nDaher verlangen wir:\nKeine Sondergesetze\, keine unkontrolli erte behördliche Praxis mehr\nAbschaffung der Abschiebehaft\nSofortige Sc hließung aller Abschiebeknäste!\n\n_____________________________________ _________________\n\nWeitere Infos/ Übersetzungen auf:\nhttp://100-jahre- abschiebehaft.de/de/buerendemo\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://www.saechsischer-fluechtlingsrat.de/wp-c ontent/uploads/2023/05/6612_image_57568500_2275077372760322_64466598186765 51680_o.jpg CATEGORIES:Veranstaltung END:VEVENT BEGIN:VTIMEZONE TZID:Europe/Berlin X-LIC-LOCATION:Europe/Berlin BEGIN:DAYLIGHT DTSTART:20190331T030000 TZOFFSETFROM:+0100 TZOFFSETTO:+0200 TZNAME:CEST END:DAYLIGHT END:VTIMEZONE END:VCALENDAR