Neues Projekt zur Unterstützung von Migrantinnen* an der Schnittstelle zwischen Gewaltschutz, Migration und Flucht
*** Beschreibung in einfacher Sprache weiter unten***
Täglich sind Frauen* weltweit von geschlechtsspezifischer und häuslicher Gewalt bedroht, unabhängig von sozialer Klasse, Alter, Religion oder Herkunft. Insbesondere migrantische Frauen und ihre Kinder sind dabei überproportional häufig betroffen und somit besonders schutzbedürftig. Sprachliche Zugangshürden, fehlendes Wissen über die rechtliche Lage und Hilfsangebote, aber auch rechtliche Rahmenbedingungen erschweren die Inanspruchnahme wichtiger Schutzmaßnahmen.
Gemeinsam mit dem Ausländerrat Dresden e.V. und der Fundaciόn Red Incola werden wir bis Anfang 2028 in Sachsen und der Region Castilla y Léon in Spanien Frauen mit Migrations- und Fluchterfahrung unterstützen. Ein Schwerpunkt liegt auf Frauen, die von geschlechtsspezifischer und häuslicher Gewalt betroffen sind. Dabei stehen Resilienz, Stabilisierung und Empowerment, sowie langfristige Perspektiventwicklung im Mittelpunkt.
Als transnationales Konsortium entwickeln wir niederschwellige und vertrauensvolle Zugänge zu Information und Unterstützung in Form von spezialisierten Unterstützungszentren, Selbsthilfegruppen, psychosozialen Beratungsangeboten und Hilfestellung bei migrationsrechtlichen Fragestellungen, auch im ländlichen Raum, sowie Schulungs- und Sensibilisierungsangeboten.
Einzelne Angebote des Sächsischen Flüchtlingsrat e.V.:
- Beratung und Unterstützung für migrantische Frauen in Sachsen zu migrationsrechtlichen Fragestellungen – an den Projektstandorten in Dresden und Leipzig, sowie mobil in einigen Landkreisen. Dieses Angebot flankiert das spezialisierte Unterstützungszentrum mit sozialer Unterstützung und Schutzorientierung, betrieben durch den Ausländerrat Dresden e.V..
- Trainings für Fachkräfte sowie Sensibilisierung zu Themen an der Schnittstelle Gewaltschutz und Migration, insbesondere Rechte migrantischer Frauen, migrationsspezifische und asylrechtliche Besonderheiten und relevante Unterstützungsstrukturen.
- Netzwerkarbeit auf lokaler und regionaler Ebene.
*gemeint sind Frauen und Personen, die sich als solche definieren.
RISE – Resilience – Inclusion – Support – Empowerment wird im Rahmen des EU-Programms „Citizens, Equality, Rights and Values“ im Aktionsbereich „Daphne“ zur Verhütung und Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt umgesetzt. Das Modellprojekt unterstützt die Umsetzung der „Istanbul-Konvention“ und der „EU-Richtlinie 2024/1385 zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt.

Gefördert von der Europäischen Union. Die geäußerten Ansichten und Meinungen sind jedoch ausschließlich die der Autor:innen und spiegeln nicht unbedingt die der Europäischen Union oder der Europäischen Kommission wider. Weder die Europäische Union noch die Bewilligungsbehörde können für sie verantwortlich gemacht werden.
***einfache Sprache***
Weltweit erleben viele Frauen Gewalt.
Das nennt man geschlechtsspezifische Gewalt und umfasst häusliche Gewalt.
Migrantische Frauen und ihre Kinder sind besonders gefährdet.
Oft gibt es Probleme:
- Sprachbarrieren
- wenig Wissen über Rechte
- Angst wegen unsicherem Aufenthaltsstatus
- Unkenntnis über Hilfsangebote
Das Projekt RISE unterstützt Frauen mit Flucht- und Migrationserfahrung.
Besonders wollen wir Frauen unterstützen, die Gewalt erlebt haben. Oder davon bedroht sind.
Das Projekt läuft in Sachsen und der spanischen Region Castilla y León.
Projektpartner sind:
Der Sächsischer Flüchtlingsrat e.V. bietet:
- Beratung zu Fragen zum eigenen Aufenthalt
- Im Kontakt mit der Ausländerbehörde
- Bei sozialen Fragen
- Unterstützung in Dresden und Leipzig
- Mobile Beratung in mehreren Landkreisen
Der Ausländerrat Dresden e.V. bietet:
- Soziale Unterstützung
- Schutz und Stabilisierung
- Multiplikatorinnenschulungen
Außerdem gibt es:
- Schulungen für Fachkräfte
- Informationsveranstaltungen
- Netzwerk-Arbeit gegen Gewalt
RISE – Resilience – Inclusion – Support – Empowerment wird im Rahmen des EU-Programms „Citizens, Equality, Rights and Values“ im Aktionsbereich „Daphne“ zur Verhütung und Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt umgesetzt. Das Modellprojekt unterstützt die Umsetzung der „Istanbul-Konvention“ und der „EU-Richtlinie 2024/1385 zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt.

Gefördert von der Europäischen Union. Die geäußerten Ansichten und Meinungen sind jedoch ausschließlich die der Autor:innen und spiegeln nicht unbedingt die der Europäischen Union oder der Europäischen Kommission wider. Weder die Europäische Union noch die Bewilligungsbehörde können für sie verantwortlich gemacht werden.

