PM: Integrationsgeschichten – Ausstellungseröffnung am 05. August in Pirna

Wie finden geflüchtete Menschen ihren Weg auf den Arbeitsmarkt? Die Wanderausstellung der Arbeitsmarktmentor*innen Sachsen zeigt einige dieser Erfolgsgeschichten aus dem Modellprogramm, das das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr im Jahr 2016 aufgelegt hat. Bis zum Jahr 2022 werden die Integrationsgeschichten an verschiedenen Orten in Sachsen gezeigt.

PM: Abschiebung nach Pakistan – Vom Arbeitsplatz abgeholt, die Ausbildung verwehrt

Heute soll ab Leipzig/Halle nach Afghanistan abgeschoben werden. Auch wenn noch nicht klar ist, ob Menschen aus Sachsen betroffen sein werden – das, was heute in der Bundesrepublik zu beobachten sein wird, spielte sich unter anderem auch am 25. Juni bei einer Abschiebung nach Pakistan ab. Herr K. hatte Arbeit, er lebte seit 2017 mit seiner Freundin zusammen, vor einem Jahr erblickte seine Tochter das Licht der Welt. Er hatte sich ein Leben aufgebaut. Am 25. Juni endet es abrupt. Herr H. wollte Maurer werden. Eine Ausbildungsduldung wurde ihm verwehrt, sie hätte ihm den Aufenthalt gesichert. Wegen bürokratischer Spielchen wird er nie beginnen, in Sachsen zu arbeiten. Herr T. kam minderjährig nach Deutschland. Er orientiert sich schnell, lernt die Sprache. Wie auch Herr K. wird er von seinem Arbeitsplatz abgeholt. Drei Geschichten von insgesamt 44 Menschen, die am 25. Juni vom Flughafen Leipzig/ Halle nach Pakistan abgeschoben wurden.

Gemeinsame PM: Getrennte Familien in Leipzig und Osterzgebirge – zwei Erzählungen sächsischer Härte

Gemeinsame PM der AG Asylsuchende Sächsische Schweiz/ Osterzgebirge und des SFR: Am Montag wird eine Familie im Osterzgebirge getrennt. Sie flohen als Rom*nja aus Kaliningrad, nun ist die schwangere Mutter zweier Söhne in Moskau und kann sich das Geld für die Reise in die russische Enklave nicht leisten. Der Vater flehte darum, mitgenommen zu werden – doch das wäre rechtswidrig gewesen. In der folgenden Nacht von Dienstag auf Mittwoch kann sich in Leipzig ein Vater nicht von seinem Sohn verabschieden. Der Sohn ist jetzt in Spanien und weiß nicht, wann er wieder mit seiner Familie zusammenleben wird. Sachsens Polizei und Abschiebebehörden haben diese Woche bereits ihr hässlichstes Gesicht gezeigt.