Anton Uperi befindet sich seit inzwischen neun Monaten in der Erstaufnahmeeinrichtung in Leipzig und wartet weiterhin auf eine Entscheidung des BAMF über seinen Asylantrag. Aus Protest gegen die anhaltende Verzögerung seines Verfahrens hat er heute, am 18. August 2026, einen Trockennhungerstreik begonnen, um seine Situation zu machen. In seiner Korrespondenz schildert Uperi zudem erhebliche Probleme in der Erstaufnahmeeinrichtung und kritisiert die aus seiner Sicht unzureichende Reaktion der zuständigen Behörden. Besondere Aufmerksamkeit verdient sein Fall auch vor dem Hintergrund eines Urteils in Georgien: Laut Georgia Today wurde Uperi in Abwesenheit zu fünf Jahren Haft verurteilt, im Zusammenhang mit Verfahren zu den Unruhen am Wahltag des 4. Oktober 2025. Wir fordern daher mehr Aufmerksamkeit für seinen individuellen Fall sowie eine zeitnahe und sorgfältige Prüfung durch die zuständigen Behörden. Gleichzeitig appellieren wir an weitere zivilgesellschaftliche Menschenrechtsorganisationen, den Fall zu prüfen und mögliche Unterstützung anzubieten. Wir halten es für wichtig, dass die Situation von Anton Uperi ernst genommen und nicht mit einer weiteren standardisierten Antwort abgehandelt wird.
Pressekontakt:
Sächsischer Flüchtlingsrat e.V.
Serhii Svynarets
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