SFR Newsletter 17/2018

 

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06.07.2018
Newsletter des Sächsischen Flüchtlingsrats e.V.

Seebrücke – Schafft sichere Häfen! Mit dieser Forderung wird am Samstag für sichere Fluchtwege, Entkriminalisierung von Seenotrettung und eine menschenwürdige Aufnahme von Menschen eingestanden.

Aktionen hier in Sachsen in Leipzig und Zwickau. Mit der Farbe orange soll die Solidarität mit Fliehenden gezeigt werden – als Farbe der Rettungswesten. Also zieht euch etwas organgenes an oder tragt ein Tuch in der Farbe.

Mehr Infos zu der Bewegung hier.

Das alles ist umso wichtiger, denn gestern kippte die SPD. Aus „Transitzentren“ wurden „Transferzentren“ – wo die, die bereits in einem anderem EU-Mitgliedsstaat einen Asylantrag gestellt haben, interniert werden sollen. Das ausschließlich an der deutsch-österreichischen Grenze. Die, die in einem anderen EU-Mitgliedsstaat registriert worden sind, sollen in „Ankerzentren“ kommen. Diese Begriffe sollen nur eines verschleiern: dass das Lager sind. PRO ASYL zu dem ausgehandelten Deal der Bundes-Koalition: „Flüchtlinge funken in ganz Europa SOS, aber es ist kein Land in Sicht, das sie schützen will. Die nationalen Egoismen dominieren und zerfressen die Wertebasis Europas, die Achtung der Menschenrechte.“ Ausführlicher Artikel der taz hier.

Weiterhin fand diese Woche die bislang umfassendste Abschiebung nach Afghanistan statt. 69 Menschen wurden nach Kabul deportiert. Der Bayerische Flüchtlingsrat in seiner Stellungnahme dazu: “ Betroffen sind Schüler, Flüchtlinge mit festem Arbeitsplatz, sogar eine Person, die eine zweijährige schulische Ausbildung absolviert, aber nicht rechtzeitig einen Antrag auf Ausbildungsduldung gestellt hatte. Fest steht: es gibt keine Integrationsleistung, die in Bayern vor der Abschiebung schützt. Das hat desaströse Auswirkungen. Aus allen Teilen Bayerns kommen Mitteilungen, dass Afghanen nicht mehr in der Schule erscheinen, sich verstecken und vor allem aber das Land verlassen. Der Bayerische Flüchtlingsrat geht davon aus, dass zehn Mal so viele, wie gestern abgeschoben wurden, sich auf den Weg nach Frankreich, Spanien oder Italien gemacht haben.“ 51 der 69 kamen aus Bayern, auch Sachsen beteiligte sich an der Abschiebung. 

Termine

IUVENTA lautet der Name des Schiffs von „Jugend rettet“ und ist der gleichnamige Titel des Kinofilms, der nun zwei Mal in Sachsen gezeigt wird. Junge Menschen beginnen, Leben im Mittelmeer zu retten. Im Spätsommer letzten Jahres wird die Iuventa von italienischen Behörden beschlagnahmt, die Crew hat ihr Schiff bis heute nicht zurückerhalten. Am 10. Juli, 18 Uhr im Prager Frühling, FB-Event hier, und am 12. August im Programmkino Ost in Dresden, siehe hier. Bei beiden Terminen wird es ein anschließendes Filmgespräch geben.

Am 11. Juli, am Tag X, wird das Urteil im NSU-Prozess verkündet. Am Tag zuvor, dem 10. Juli, wird der Betroffenen gedacht. Den ganzen Tag wird auf dem Hauptmarkt in Zwickau eine Kunstaktion mit den Portraits der zehn Todes-Opfer zu sehen sein. Die Trauerfeier beginnt um 19 Uhr. Es werden die Namen und Lebensdaten der Ermordeten verlesen, Transparente beleuchtet und eine Klagemusik intoniert. Mehr Infos hier. Infos zur gemeinsamen Anreise aus vielen Städten hier, unter anderem auch zu Dresden und Leipzig.

Amnesty International lädt am 13. Juli in die Zentralbibliothek Dresden auf der Schloßstraße 2. Bei einem begleitenden Vortrag führt Stefan Kessler, Referent für Politik und Recht, Sozial- und Verfahrensberatung durch die AUsstellung „Menschen auf der Flucht“. Mehr Infos hier.

Am 21. Juli lädt unser Projekt Save Me Chemnitz wieder zum Ehrenamtscafé. Von 717 bis 19.30 Uhr kann sich im Club der Kulturen in Chemnitz wieder über die Arbeit von, für und mit Geflüchteten ausgetauscht werden. Es wird zusammen gegessen und Informationen zu einem noch nicht bestimmten Herkunftsland ausgetauscht. Mehr Infos auf Facebook hier.

Im Rahmen der diesjährigen Interkulturellen Filmwochen 2018 in Chemnitz zeigen wir euch in Kooperation mit dem AGIUA e.V. die sehenswerte und tiefblickende Kurzdokumentation „12 Days in Idomeni“ des spanischen Regisseurs Javier Sobremazas. Die Situation der Menschen, die in 2016 vor der mazedonischen Grenze nicht weiterkamen und im griechischen Idomeni lagerten, hat er dokumentiert. Im Anschluss wird Sobremazas zum Filmgespräch die Fragen des Publikums beantworten. 26. Juli, 18 Uhr im Weltecho geht’s los. FB-Event hier.

Das Seminar „Geflüchtete auf dem Weg in den Arbeitsmarkt“ des IQ-Projektes im SFR gibt Interessierten einen Überblick über Themen, die bei der Arbeitsmarktintegration von Menschen mit ausländischen Berufs- und Schulabschlüssen eine Rolle spielen können. Einen Schwerpunkt bilden rechtliche Rahmenbedingungen des Zugangs zu Arbeit und Ausbildung. Die Teilnehmenden erhalten Verweiswissen und lernen Ansprechstellen und Informationsmöglichkeiten kennen. Das nächste Mal am 04. Oktober in der Henriettenstraße 5 in Chemnitz in den Räumen des Umweltzentrums. FB-Event und mehr Infos hier.


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