PM: „Hilfe ohne Wenn und Aber!“ – Fachtag zur Gesundheitsversorgung Geflüchteter

Wie können Länder und Kommunen gesetzliche Spielräume nutzen, um die Gesundheitsversorgung geflüchteter Menschen zu verbessern? Das wird die über allem stehende Frage am 06. September in den Räumen der Landesärztekammer sein. Expert*innen verschiedener Fachkreise berichten aus ihrer Praxis und kommen mit den Teilnehmer*innen in Workshops ins Gespräch. Eine spannend besetzte Podiumsdiskussion schließt den Tag ab.

„Hilfe ohne Wenn und Aber!“ lautet der Titel des gemeinsamen Fachtags von Deutscher Gesellschaft für Soziale Psychiatrie e.V., Sächsischem Flüchtlingsrat e.V. und Sächsischer Landesärztekammer. Der Titel ist als Forderung zu verstehen. Denn allein das Asylbewerberleistungsgesetz ist ein einziges Wenn und Aber, auch und vor allem, wenn sich die Frage der Gesundheitsversorgung von geflüchteten Menschen stellt. Dabei haben etwa drei Viertel der Menschen, die aus Syrien, dem Irak, Afghanistan und anderen Ländern nach Deutschland kom­men und hier Schutz suchen, Gewalt erfahren und sind traumatisiert. Bei etwa 40 Prozent liegen Anzeichen einer psychischen Erkrankung vor. Dabei handelt es sich meist um komplexe psychische und psychosomatische Beschwerdebilder, die in Wechselwirkung mit den viel­fältigen psychosozialen Konflikten stehen, durch die Geflüchtete in Deutschland zudem herausgefordert sind.

Spielräume im Land und der Kommune nutzen – Politiker*innen diskutieren

Zwar wird die Gesundheitsversorgung geflüchteter Menschen maßgeblich durch die Bundesgesetzgebung bestimmt. Für Länder und Kommunen bestehen jedoch Spieräume! Im Rahmen des Fachtags sollen diese mit Vertreter*innen aus Politik, der Dresdner Flüchtlingsambulanz, der Trauma­ambulanz, der Flüchtlingssozialarbeit, des Psychosozialen Zentrums, der Härtefallkommission sowie Jurist*innen diskutiert werden.

Die Organisator*innen des Fachtags freuen sich insbesondere auf den Besuch von Journalist*innen bei der abschließenden Podiumsdiskussion. Dort vertreten sein werden:

  • Petra Köpping, Staatsministerin für Gleichstellung und Integration
  • Dr. Patricia Klein, Ärztliche Geschäftsführerin der Sächsischen Landesärztekammer
  • Dr. Kris Kaufmann, Sozialbürgermeisterin der Stadt Dresden
  • Juliane Nagel, Sprecherin für Flüchtlings- und Migrationspolitik der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag.

Der der Podiumsdiskussion vorangestellte Frage: „Woran scheitert bisher die Integration von Geflüchteten und Migrant*innen in bestehende Versorgungssysteme – Wie schaffen wir es anders, wie kann die Zukunft aussehen?“ wird von Marianne Thum von der AG Asylsuchende/ Sächsische Schweiz-Osterzgebirge moderiert.

Die Diskussion wird am 06. September um 16 Uhr beginnen. Veranstaltungsort ist die Sächsische Landesärztekammer / Schützenhöhe 16 / 01099 Dresden.

Die Podiumsteilnehmer*innen werden bereits 15.30 Uhr für ein Pressegespräch zur Verfügung stehen.

Wir bitten um Anmeldung an gaertner@sfrev.de.

Kontakt

Sächsischer Flüchtlingsrat e.V.
-Projekt Fremde.Orte / Politik, Vernetzung, Öffentlichkeitsarbeit-
Mark Gärtner
Tel.: 0351 / 33 23 55 94
Mobil: 0157 / 566 377 02
Mail: pr@sfrev.de

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