Kurzinfo: Geplante Sammelabschiebung nach Pakistan – Minderheiten in Lebensgefahr

Heute, am 21. September, soll laut Informationen von No Border Assembly eine Sammelabschiebung von Frankfurt nach Pakistan stattfinden. Dabei nimmt die Bedrohung im Land stetig zu: Minderheiten sind in Gefahr und Taliban besitzen hier ihre Kommandozentrale in der Stadt Quetta. Aufgrund von Sicherheitsbedenken sagen Sportteams aus England und Neuseeland bereits Einreisen nach Pakistan ab.

Neben institutioneller und gesellschaftlicher Diskriminierung von Minderheiten, finden wiederholt auch Angriffe auf diese statt. Besonders Angehörige religiöser Minderheiten wie bspw. Mitglieder der Ahmadiyya-Gemeinde, die in ihren Ausweisen als „Non-muslims“ gebrandmarkt werden. Erst am 02. September wurde der in England lebende Ahmadi Maqsood Ahmad von Unbekannten erschossen, als er sein Heimatdorf in Pakistan besuchte.

Zusätzlich debattieren hiesige Medien auch die Rolle der pakistanischen Regierung bei der Unterstützung der Taliban und deren Rolle bei der Machtübernahme in Afghanistan. Der Einfluss der pakistanischen Regierung auf die Taliban ist nicht zu bestreiten, was auch ein Besuch des pakistanischen Geheimdienstchefs in Kabul vor einigen Tagen unterstreicht.

Es ist zu verurteilen, dass in ein Land abgeschoben wird, in dem Menschenrechte so wenig gelten. Gerade wenn die Gefahr von Anschlägen derart zunimmt, dass in den vergangenen Tagen bereits Cricket-Mannschaften aus England und Neuseeland ihre Spiele in Pakistan abgesagt haben. Minderheiten genauso wie die politische Opposition sind schutzlos – Abschiebungen bedeuten für diese Menschen Lebensgefahr!

Wir bitten Betroffene zu informieren und an lokale Asylberatungsstellen zu verweisen. Hinweise, was bei Abschiebungen zu tun ist, erhaltet Ihr hier.

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