Kurzinfo: Sammelabschiebungen am heutigen Tag nach Georgien, Pakistan und Nigeria geplant

Frankfurt. Wiederholt haben wir von Menschenrechtsverletzungen in Pakistan, vor allem gegenüber Minderheiten, berichtet. Wie Aktion Bleiberecht berichtet, soll dennoch am heutigen Tag eine Abschiebung nach Islamabad stattfinden. An Bord befinden sich vermutlich auch zwei Angehörige der Ahmadiyya-Minderheit. Die Menschenrechtsorganisation IHRC weist in Dringlichkeitsantrag auf die Lebensgefahr der Abschiebung für die Betroffenen hin. Neben systematischer Diskriminierung von Minderheiten, finden wiederholt auch Angriffe auf diese statt. Die Bedrohung im Land nimmt stetig zu. Neben anderen extremistischen Gruppierungen besitzen auch die Taliban hier ihre Kommandozentrale in der Stadt Quetta.

Leipzig/Halle. Weiter wird laut No Border Assembly eine Abschiebung aus Sachsen nach Georgien stattfinden. Wie im Fall der Familie I. deutlich wurde, sind dabei auch immer wieder Familien betroffen, die sich hier längst ein Leben aufgebaut haben. Abschiebungen sind für die Betroffenen oft traumatisierend und nehmen keine Rücksicht auf den Schutz der Familie oder Kindeswohl, deshalb fordern wir konsequent eine Abkehr der bisherigen Abschiebepraxis in Sachsen.

München. Die dritte Abschiebung soll laut Aktion Bleiberecht von München aus nach Abuja stattfinden. Abschiebungen nach Nigeria bedeuten nicht nur für betroffene Frauen eine extreme Gefahr, sondern sind aufgrund andauernder Konflikte allgemeines Sicherheitsrisiko für die Abgeschobenen. Durch Kämpfe von Terrororganisationen wie Boko Haram, den staatlichen Sicherheitsorganen und Milizen ethnischer Gruppierungen, kommt es wiederholt zu Situationen in denen gebietsweise keine staatliche Ordnung existiert. Befeuert wird diese Lage durch korrupte Eliten, die die Armut und Verzweiflung im Land vergrößern.

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